pro-beam 1974-2009
pro-beam 1974-2009
1974
Die Firma pro-beam wird von Dietrich Freiherr von Dobeneck (Jahrgang 1938) in München mit einem Mitarbeiter und zwei gebrauchten Elektronenstrahl-Maschinen, eine zum Schweißen und eine zum Bohren gegründet.
1984
Erste Laseranlagen werden angeschafft. Die Entwicklung von Anlagen und Verfahren beider Strahltechnologien erfolgen zunächst für den Eigenbedarf. Angeboten wird nur Lohnarbeit.
1993
Erste Schleusenanlage S1 geht in Betrieb
1994
Erwerb der Dünnschicht-Technologie von Siemens Solar und Umbau der Anlagen zur Fertigung von diamantähnlichen Kohlenstoffschichten diadur®
1998
Umwandlung der Firma pro-beam in die "pro-beam AG & Co. KGaA" und Integration der ETN ’Elektronenstrahltechnik Nord’ in die Gesellschaft als Niederlassung Braunschweig. Übernahme der Elektronenstrahlaktivitäten der ’Sulzer AG’ und Einbringung derselben in eine neue Tochtergesellschaft am Standort Winterthur/Schweiz.
2002
pro-beam positioniert sich mit der ’pro-beam Anlagen GmbH’, (seit 2008 "pro-beam systems GmbH"), am Standort Chemnitz, als Maschinenlieferant auf dem Markt der Elektronenstrahltechnologie. Am gleichen Standort wird eine weitere Betriebsstätte der pro-beam AG & Co. KGaA zur Lohnfertigung installiert.
2003
Gründung der Betriebsstätte Burg und Beginn des Baus einer Elektronenstrahl-Großkammeranlage mit über 600 m3 zur Bearbeitung großvolumiger Bauteile mit großen Querschnitten unter Verwendung des Elektronenstrahlschweißens.
2004
Gründung der "pro-beam Verfahrenstechnik GmbH" in Halle/Saale als Zentrum der Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Verfahrensentwicklung mittels Elektronenstrahltechnik, zusammen mit der SLV Halle als Minderheitsgesellschafter.
2005
Gründung der "pro-beam electron beam technology Ltd." in Suzhou, China, mit dem Ziel auch in China die Lohnfertigung mittels Elektronenstrahltechnik anzubieten.
2007
pro-beam beteiligt sich mehrheitlich an der "JRW technology & engineering" in Mainz, die in "pro-beam cells" umbenannt wird.
2008
Erweiterung der Betriebsstätte Burg um 6.000 m² Hallenfläche und Installation einer zweiten Großkammeranlage zur Bearbeitung großvolumiger Bauteile.
2009
Gründung des Standortes Hanau als weitere Betriebsstätte der pro-beam AG & Co. KGaA zur Bedienung des mitteldeutschen Marktes mit Dienstleistungen der Elektronen-strahlmaterialbearbeitung.
pro-beam Heute
pro-beam Heute
Nach über 35 Jahren kontinuierlichen Wachstums, hat pro-beam den Stand eines KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) verlassen und den Status eines mittelständischen Unternehmens erreicht. Die pro-beam-Gruppe beschäftigt damit knapp 300 Mitarbeiter an sieben inländischen und zwei ausländischen Standorten.
Sie betreibt über 30 EB-Schweißmaschinen, fünf EB-Perforationsanlagen, fünf Laser und sechs PECVD- (Plasma Enhanced Chemical Vapour Deposition) Beschichtungsanlagen.
Die EB-Anlagen haben Strahlleistungen im Bereich von 1 bis 60 kW und Kammergrößen von 0,05 bis 630 m³. Die Nd:YAG- und CO2-Laser werden im Leistungsbereich von 150 W bis 12 kW betrieben. Die PACVD-Anlagen mit Kammergrößen von 50 Liter bis 1m³ arbeiten mit RF-Generatoren (13,56 MHz) im Leistungsbereich von 1,2 bis 5,5 kW.
pro-beam bearbeitet an bis zu sieben Tagen in der Woche teilweise im Dreischichtbetrieb Aufträge für seine Kunden. Damit ist pro-beam der größte EB-Lohnbearbeiter weltweit und die einzige Firma, die jahrzehntelange Erfahrung in den möglichen Anwendungsgebieten Schweißen, Bohren, Schneiden und der Veredelung von Oberflächen durch Härten, Umschmelzen und Auflegieren, sowie Auftragsschweißen mittels Laser- und Elektronenstrahl-Technik hat.
pro-beam bearbeitet dabei sowohl Einzelteile, als auch Großserien. Besonders vorteilhaft sind die Erfahrungen aus der Vielfalt der Lohnanwendungen. Darauf basierend hat pro-beam in den letzten zehn Jahren EB-Anlagen bis zur Serienreife entwickelt und im eigenen Lohnbetrieb getestet.
pro-beam verfügt über eine universelle Schleusenanlagentechnik mit bester Strahlqualität und hervorragender Strahlsteuerungstechnik, welche erfolgreich in der eigenen Lohnfertigung, den High-End-Bereichen der automobilen Massenproduktion, in der Bahntechnik oder der Luft- und Raumfahrt eingesetzt ist.
Für Firmen der metallverarbeitenden Industrie, des Automobil- und Maschinenbaus, der Kraftwerks- und Medizintechnik hat pro-beam seit Gründung eine Vielzahl individueller Lösungen konzipiert und erfolgreich in Betrieb genommen.
Derzeit entwickelt die pro-beam-Gruppe mit über 50 Ingenieuren und einer Reihe externer Institute und Firmen weitere Anlagen und Verfahren, um dem Elektronenstrahl neue Anwendungsfelder zu erschließen, z.B. Rapid Manufacturing oder Mikrobearbeitung.
Ziel ist es, die technologische Spitzenstellung des EB-Schweißens, des EB-Bohrens, der EB-Randschichttechnologien, sowie die Spitzenstellung als Anlagenlieferant auszubauen und zugleich die Marktführerschaft der Firmengruppe zu festigen.
pro-beam ist in den einschlägigen Arbeitskreisen von DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.), IIW (International Institute for Welding) und DIN (Deutsches Institut für Normung) vertreten.